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“Eine streng wissenschaftliche Einschätzung der E-Zigarette durch das DKFZ?”

Liebe Leser,

da wir nicht davon ausgehen , dass jeder die letzte Expertenanhörung des ENVI-Ausschusses der EU komplett mitverfolgt hat, möchten wir Ihnen hiermit das absolute Highlight dieser Veranstaltung präsentieren.
Frau Dr. Martina Pötschke-Langer spricht - wie wir es nicht anders gewohnt sind streng wissenschaftlich - über die E-Zigarette[1]:

Die zweite Frage war nach der E-Zigarette, die glaub ich beide ähm auch aufge äh äh also aufgegriffen haben und dazu ist zu sagen wir haben gerade einen Artikel im deutschen Ärzteblatt publiziert[2] und haben die E-Zigarette als nebulöses Produkt bezeichnet im doppelten Sinn. Nebulös weil es den Nebel hervorruft und ausstöß ausstoßen lässt und nebulös weil wir eigentlich gar nicht als Konsumenten so recht wissen, was da in diesen Produkten drin ist. Und das ist unser eigentliches Problem.

Es ist kein ausgereiftes Konsumentenprodukt, es gibt keine Qualitätsstandards was diese Applikationsarten angeht, es gibt dutzende unterschiedlicher Applikationsformen, es gibt hunderte verschiedener Nachfüllfläschchen, die in einem sich ähneln, sie enthalten viele die meisten enthalten Nikotin in teilweise veran unverantwortlicher hohen Konzentrationen. Und man stelle sich jetzt mal einen freien Konsumentenmarkt vor, wo dann jeder so wild seine äh Nikotinfläschchen untereinander mischt und dann steht es in der Küche und dann kommt vielleicht irgendjemand rein und nimmt das Nikotin. Vielleicht gibt es dann was zu essen und mischt’s dann noch drunter. Sie können mit Nikotin töten. Das heißt, die ganzen Applikationsformen die bisher im äh von in von den E-Zigarettenherstellern hier angeboten werden sind in höchstem Maße gefährlich was das Produkt selber angeht.

Was die gesundheitlichen Auswirkungen betrifft sind es vor allen Dingen kurzfristige Atemwegsreizungen und auch Allergieentwicklung, das geben seriöse Hersteller selber auch an. Aber auch Vergiftungserscheinungen durch Nikotin, nämlich dann wenn die Konsumenten ähm zu viel an diesen E-Zigaretten ziehen also sie haben keine Kontrolle mehr, wie viel sie da eigentlich paffen und irgendwann ist dann so ‘n Overloading Effekt auf den Körper ausgerichtet und dann kann man zusammenbrechen. Mit einer Nikotinvergiftung. Ok das war’s.

[1] Europäisches Parlament / EPTV - ENVI Ausschusssitzung 25-02-2013
http://www.europarl.europa.eu/ep-live/de/committees/video?event=20130225-1500-COMMITTEE-ENVI
Ausschnitt ab Uhrzeit 18:28:45
[2] Die elektrische Zigarette: Ein nebulöses Produkt
Dtsch Arztebl 2012; 109(43): A-2122 / B-1730 / C-1698; Schaller, Katrin; Pötschke-Langer, Martina
http://www.aerzteblatt.de/archiv/131919/Die-elektrische-Zigarette-Ein-nebuloeses-Produkt

22 Gedanken zu „“Eine streng wissenschaftliche Einschätzung der E-Zigarette durch das DKFZ?”

  1. Und die ganzen Rohrreiniger. Die stehen meist in der Küche! Unter der Spüle! Wenn die einer ins Essen mischt! Das kann töten!

    Das dürfte zusammenfassen was ich davon halte. Ich weiß ja nicht was die Frau sich in die Dampfe hat füllen lassen, aber ich bin ziemlich sicher das ich weiß was in meinen Liquids ist.

  2. Ja und wenn dann die liquid´s aus der Apotheke kommen kann sie keiner mehr ins Essen mischen,
    also rein Wissenschaftlich gesehen

  3. Eine Handvoll Drehtabak ins Essen gemischt ist auch nicht das Gesündeste… Ich weiss nur Eines: Seitdem ich von der Pyro,ich habe 25 Jahre lang mindestens eine Schachtel am Tag geraucht, aufs Dampfen umgestiegen bin ist mein Raucherhusten verschwunden und meine allgemeine gesundheitliche Verfassung hat sich wesentlich verbessert. Somit betrachte ich die Ausführung dieser Quacksalberin als gegenstandslos,wenn nicht sogar als Lobbyismus für die Tabakindustrie. Dass das Dampfen von Liquids nun nicht unbedingt als “gesund” einzustufen ist sollte jedem klar sein,es ist allerdings die weniger schädliche Alternative zum Tabakgenuss und der richtige Schritt in Richtung rauchfreies Leben.

  4. Ja und die äh ganzen Zigaretten mit ihrem Teer, die sind ganz gesund und machen nicht tot!! Weiß diese Frau eigentlich, was die da redet???

  5. “Und man stelle sich jetzt mal einen freien Konsumentenmarkt vor, wo dann jeder so wild seine äh Nikotinfläschchen untereinander mischt”

    Nein. Dass es eines Tages einmal einen freien Konsumentenmarkt geben könnte, ist tatsächlich unvorstellbar. Zwei Millionen Dampfer allein in Deutschland, die seit Jahren ihr Liquid einkaufen, sind kein freier Markt, die sind…ähm…ja, was sind sie denn? Unverantwortliche Giftmischer, jawohl. Und zu dumm, um ihr Nikotinliquid aus der kindersicheren Tröpfelflasche von Maggi oder Balsamicocreme zu unterscheiden. Genau deshalb kam es ja allein in den letzten fünf Jahren zu…wievielen E-Zigaretten-induzierten Unfällen/Vergiftungen in deutschen Haushalten?
    Um die Zeichenmenge nicht zu sprengen, würde die Anzahl der Todesopfer völlig reichen, die ist ja schon beeindruckend genug. Aber ums gleich zu sagen: der Typ in den Staaten, dem das selbstgebaute Gerät explodiert ist, der zählt nicht – der lebt nämlich noch.

    Um das Gestammel da oben mit einem aktuellen Internet-Meme zu kommentieren:
    Dr. Pötschke-Langer, go home, you are drunk.

  6. Hab auch schon darüber gegrübelt welche Droge die Pseudo-Medizinerin nimmt.

    Ansonsten freue ich mich darüber, dass der Verein dieses Top-Thema aufgegriffen hat. Es bietet die einzigartige Chance, diese Trägerin des BUNDESVERDIENSTKREUZES wissenschaftlich unmöglich zu machen. Wissenschaftler mögen Propagandisten gar nicht.

    So, nachdem ich das Thema etwas vor euch gebracht habe, wer ist jetzt schneller wenn es um Artikel in der Presse oder um Bearbeitung durch einen Comedian geht?

    Es lebe der Wettbewerb
    Phönix

  7. Nun, davon abgesehen daß PöLa mal wieder ihr gesamtes wissenschaftliches Gewicht in die Waagschale geworfen hat (die dann eben oben blieb), hat sie in einem Punkt recht: Im Augenblick kann jeder zusammenmischen was er will. Es gibt keine Vorschriften, die den Inhalt und die Inhaltsstoffe der Liquids, ebenso wie die Herstellungsumstände regeln. Wir verlassen uns bei unseren Händlern darauf, daß sie ordentliche Aromen nehmen, die verschiedenen Abmessungen genau beachten und in einem sauberen Umfeld arbeiten. Kontrolliert wird das nicht und Standarts gibt es auch nicht. Wenn die EU-Kommission sich also lieber auf eine Regelung bei der Herstellung und evtl. Deklarierung statt auf die Behandlung des Gesamtpaketes konzentrieren würde, wäre der Konsument wohl kaum dagegen. Auch die Händler unseres Vertrauens wären damit wohl einverstanden.

    Beispiele der Kommentatoren wie z.B. Rohrreiniger sind durchaus angebracht. Ich habe weder Gewürze noch Würzflüssigkeiten, die in Liquidähnlichen Flaschen sind. Von daher ist alles was an Reinigern usw in der Küche steht gefährlich. Übrigens gibt es auch “Scharfmachersaucen”, die durchaus zum Tod führen können! Und diese sind legal in der Küche, zum Zweck sie unter das Essen zu mischen…

  8. Zitat: “…und nebulös weil wir eigentlich gar nicht als Konsumenten so recht wissen, was da in diesen Produkten drin ist. Und das ist unser eigentliches Problem…” Zitat Ende

    Ja klar, wie gut, dass wir wissen, was genau alles in den Zigaretten drin ist und wie gut, dass man die nicht essen oder ins Essen mischen kann.
    Die Frau tut ja gerade so, als wären die EU Bürger resp. die Dampfer alles Vollidioten, die zu blöd sind, bis 3 zu zählen…
    Und dafür wird die Frau von unseren Steuergeldern bezahlt? Schande! Wenn das nicht so traurig wäre, könnte ich mich glatt werglachen…

  9. Wenn die Angelegenheit nicht so wichtig wäre… eigentlich gehört das in die OhTon Charts von 1Live. Eine geregelte Liquidherstellung mit definierten Standarts fände ich völlig ok. Nur diese unqualifizierten, praxisfremden Äußerungen unserer “Expertin” ist schon peinlich. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Abgeordneten genug gesunden Menschenverstand haben um dieser “Expertenmeinung” nicht zu folgen!

  10. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Fr. Pö-La mit dieser Argumentation besonderes Gehör gefunden hat, denn schließlich, wenn ich zuviel Essig trinke oder zu viel Salz zu mir nehme, kann ich umfallen und sterbe auf der Stelle. Dass die eigenen Studien, z. T. verheimlicht wurden ist auch bekannt. “Die Menge macht das Gift”. Wir als Konsumenten nikotinhaltiger Liquids, sind uns über die Gafahren des puren Nikotins, welches ich in der Aphoteke frei kaufen kann, im Klaren. Bei den Tabakzigaretten ist nicht bekannt welche Inhaltsstoffe diese im Detail bergen. Ich kenne niemanden und habe auch nichts davon gehört oder gelesen, dass jmd. auf Grund des Dampfens umgefallen ist. Wenn eine Person mit dem Rauchen beginnt und sich gleich eine ganze Schachtel eines der stärksten Zigaretten einverleibt, dann ist dies führt dies zu Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufbeschwerden, starker Schwindel wenn nicht sogar mehr, aber bis der Konsument dahin kommt, muss er sich ganz schön quälen, denn der Schutzmechanismus des Körpers reagiert früher. Nikotin ins Essen mischen, ts ts ts, da fehlen mir die Worte. … Und heute gibt es Himbeereis für die Ganze Familie mit darübergegossenem 18er Schokoladenliquid. – Ich möchte mir nicht den abweisenden Geruch vorstellen und den Geschmack, wenn ich ein Löffelchen Eis mit “Soße” verzehre – Ich würde sofort xxx einen Reiz bekommen. kopfschüttelnd, Danke.

  11. @Kim Wolanski: Dieses Schreckensszenario hat sie sich wohl ausgedacht. Leider besteht aber eine gute Chance, dass man mit solchem Unsinn Gehör bei anderen Laien findet.

    P.S. Für welche Lobby arbeitet die?

  12. Naja,
    dass hier keine wissenschaftlich haltbare Argumentationsweise benutzt wird ist sollte ja selbst mit der Thematik unvertrauten Personen ziemlich schnell auffallen.

    Nur ein weiterer Punkt in der langen Liste:
    Wenn der Nikotinschock so böse ist, warum findet sich solch ein Text auf einer Nikotinkaugimmis bewerbenden Seite:

    Sie können diese regelmässig über den Tag verteilt kauen, oder nur, wenn Sie dazu Lust haben. Aufgrund ihrer Flexibilität sind sie vor allem für Personen geeignet, die unregelmässig rauchen. Nehmen Sie mindestens 10 Kaugummis pro Tag. Wenn Sie Lust aufs Rauchen haben, nehmen Sie mehr Kaugummis oder gebrauchen Sie gleichzeitig einen Patch oder einen Nikotininhalator

    Eine Mindestkonsumangabe plus dem Tipp bei Lust und Laune einfach mehr zu futtern.

    Zugehörige Warhinweise:

    Vermeiden Sie es, Kaffee oder Fruchtsaft (sauer) vor und nach dem Kauen des Kaugummis zu trinken, weil diese Getränke deren Wirksamkeit vermindern.

    Ein zu schnelles Kauen setzt eine zu grosse Menge an Nikotin frei, und führt zu einem starken und scharfen Geschmack, einer verminderten Wirksamkeit des Kaugummis, Schluckauf oder Bauchschmerzen.

    Die Behandlung nicht frühzeitig abbrechen, weil dies Ihre Erfolgschancen stark vermindert.

    Keinerlei Hinweise auf einen möglichen Nikotinschock

  13. War mal interessant zu erfahren wie es im ENVI so zugeht. Leider frustriert mich die ganze Schein-Debatte über das Dampfen enorm. Denn IMHO geht es hier schlichtweg nur um die Vertretung von Interessen und Bestandswahrung. VG Pia

  14. Ihr Lieben: Wenn jeder Forenteilnehmer auch mal seine Meinung ans Bundesministerium, an entsprechende Gremien und VOR ALLEM als Leserbrief an die Redaktionen der (Tages-)Zeitungen senden würde, wären die Klarstellungen viel effektiver unter die Leute gebracht! Ein Leserbrief ist kostenlos und erreicht tausende von Menschen … auch solche, die nicht im Internet nach Pro und Kontra suchen. Danke!

  15. Es nimmt immer mehr groteske Züge an, wenn man gelegentlch Kommentare von Frau Dr. Martina Pötschke-Langer übers Dampfen las, die Ihr Zentrum lange von der Tabaklobby sponsern ließ. Die Frau ist in meinen Augen angesichts von 110 – 140 000 jährlichen Toten Rauchern in Deutschland einfach daneben.

  16. … und dann steht es in der Küche und dann kommt vielleicht irgendjemand rein und nimmt das Nikotin. Vielleicht gibt es dann was zu essen und mischt’s dann noch drunter….

    Dann ist das sicher kein Fall mehr für Frau Dr. Pötschke-Langer, sondern für Gerichtsmediziner *LOL*. Dass Frauen aber auch immer an Giftmorde denken müssen 😉

    Made my day!

  17. Das würde vermutlich kein Fall für den Gerichtsmediziner werden. Denn tödliche Vergiftungen durch oral verabreichtes Nikotin sind äußerst selten. In den meisten Fällen wird es einfach erbrochen.

  18. ähm, ja, böses Liquid und dieser öööhm… nebulose Dampf… ähm, böse, … öh, gefährlich, ähm… voll wissenschaftlich gehörts verboten! Muss öhm unter Strafandrohung ähm Gesetz werden und so… *looool Ach ja, und bitte gleich Killerspiele verbieten, wenn ähm, wir schon dabei sind…

  19. Hallo Leute, wenn ich nicht gut erzogen sein würde, würde ich sagen, das DIE, Frau Pötschge Langer eine Varsallin der Tabakindustrie und der politischen Tabaklobby ist. Hier sollen solange wie möglich die Leute von der Lunte entfernt werden. Das Niveau dieser Wissenschaftlerin ist scheinbar käuflich.

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