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EU: Dänisches Aromenverbot kommentiert

Die Dänische Regierung hat eine geplante Erweiterung ihrer TPD-Umsetzung bei der EU zur Genehmigung durch die Kommission eingereicht. Neben vielen anderen Widerlichkeiten ist darin ein Verbot von allen Aromen außer "Tabak" und Menthol enthalten. Es gab eine Gelegenheit, dazu Kommentare abzugeben. Die haben wir auch genutzt. Inzwischen ist er auch auf der Seite der EU veröffentlicht.

Mehr dazu bei ETHRA (englisch).

 

Unser Beitrag (englisch)

Interessengemeinschaft E-Dampfen e.V.  is a consumer organization of German vapers. We have no financial interest in any industry.

The “impact assessment” has its focus almost exclusively on “youth”. Why? Most countries have already banned sales to minors. Some even banned all mail order sales (much to the delight of the cigarette industry). Does the Danish health ministry consider their law enforcement incompetent? Shouldn’t they rather assess the impact of those proposed regulations on legal consumers: adult (former) smokers?

Ignoring the significant harm reduction aspect of vaping vs smoking is a violation of WHO FCTC Article 1 (d):

“tobacco control” means a range of supply, demand and harm reduction strategies that aim to improve the health of a population by eliminating or reducing their consumption of tobacco products and exposure to tobacco smoke;

The proposal contains many restrictions that are either irrelevant, annoying, or fatal for consumers. Most of all: The flavour ban for vaping products.

The gist of the argument for a flavour ban is that “flavours only attract kids, adults can still use tobacco flavours”. All the nicotine products from the pharma industry come in nice, fruity flavours, not tobacco. Does that imply that they are targeting kids? Or do they know what the majority of vapers knows: You need a different, more appealing taste to prevent relapse?

As a different, better taste prevents relapse to smoking, it also prevents progression to smoking for non-smokers experimenting (illegally in case of minors) with vaping. You wouldn’t “progress” from delicious fruit juices, cocktails and liqueurs to more expensive, nasty, methanol contaminated prohibition era moonshine. Banning flavours creates the mythical “Gateway to smoking” and closes the real Gateway from smoking.

 

Several gold standard studies (RCT) have already shown that (flavoured) vaping, when used as a cessation aid, is more effective than the more expensive (flavoured) NRT products from the pharmaceutical industry. Yet the former will be suppressed and the latter promoted.

 

We fully support DADAVO’s view.

Übersetzung des Beitrags

Interessengemeinschaft E-Dampfen e.V. ist eine Verbraucherorganisation deutscher Dampfer. Wir haben keine finanziellen Verbindungen zur Industrie.

Die "Folgenabschätzung" konzentriert sich fast ausschließlich auf "Die Jugend". Warum? Die meisten Länder haben den Verkauf an Minderjährige sowieso schon verboten. Manche haben sogar den Versandhandel komplett untersagt (sehr zur Freude der Zigarettenindustrie).  Hält das dänische Gesundheitsministerium seine Strafverfolgungsbehörden für unfähig? Sollten sie nicht lieber die Folgen abschätzen, die die geplante Regulierung auf legale Konsumenten haben wird: Erwachsene (Ex-) Raucher?

Den wesentliche Beitrag zu ignorieren, den das Dampfen zur Verminderung des Schadens durch das Rauchen leisten kann, verstößt gegen Artikel 1 (d) der WHO FCTC:

"Eindämmung des Tabakgebrauchs" eine Reihe von Strategien zur Verminderung des Angebots, der Nachfrage und des Schadens mit dem Ziel der Verbesserung der Gesundheit einer Bevölkerung durch Unterbindung oder Verminderung des Konsums an Tabakerzeugnissen und des Passivrauchens;

(Quelle der Übersetzung: DKFZ)

Der Gesetzesvorschlag enthält viele Einschränkungen, die für den Verbraucher irrelevant, lästig oder fatal sind. Das betrifft besonders das Aromenverbot für Dampfprodukte.

Der Kern der Argumention für ein Aromenverbot ist, dass "Aromen nur Kinder verführen, Erwachsene können ja immer noch Tabakaromen nutzen". Alle Nikotinprodukte der Pharmaindustrie kommen in ansprechenden, fruchtigen Aromen, aber nicht Tabak. Ist das ein Zeichen dafür, dass ihre Zielgruppe Kinder sind? Oder wissen sie etwas, dessen sich auch die Mehrheit der Dampfer bewusst ist: Man benötigt andere, ansprechendere Geschmacksrichtungen, um einem Rückfall vorzubeugen.

Und so wie ein anderer, besserer Geschmack den Rückfall zum Rauchen entgegen wirkt, verhindert er auch, dass für einen Nichtraucher, der (im Falle von Minderjährigen verbotener-weise) das Dampfen probiert, diese zum Einstieg in eine Raucherkarriere wird. Für Sie wäre es auch keine logische Entwicklung von leckeren Fruchtsäften, Cocktails und Likören zu teurerem, widerlichem, mit Methanol verunreinigtem Schwarzgebranntem überzugehen. Ein Verbot leckerer Aromen erzeugt erst das mythische "Gateway zum Rauchen" und schließt das reale Gateway weg vom Rauchen.

Einige Studien (RCT: Goldstandard) zeigen bereits unbestreitbar, dass das Dampfen (mit Aromenvielfalt), wenn es zum Rauchstopp eingesetzt wird, deutlich bessere Erfolge erzielt als die teureren (aromatisierten) NET-Produkte der Pharmaindustrie. Und doch sollen die ersteren eingeschränkt und die letzteren gefördert werden.

Wir unterstützen die Ansichten der DADAVO komplett.

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