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Offener Brief an den ENVI-Ausschuss zur Sitzung am 30.05.2013

E-Zigaretten:  Regulierung in der Richtlinie für Tabakprodukte wäre eine Katastrophe für die öffentliche Gesundheit

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Interessengemeinschaft E-Dampfen (IG-ED) ist Ihnen sicherlich spätestens seit dem Workshop zur E-Zigarette am 7.5. 2013 ein Begriff. Wir schreiben Sie erneut hinsichtlich der TPD2 an, dieses Mal bezüglich der zahlreichen  Änderungsanträge, die gezielt oder kollateral die E-Zigarette betreffen.

Leider gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass unserem Ansinnen, die E-Zigarette nicht in die TPD aufzunehmen in irgendeiner Weise entsprochen werden soll (uns ist klar, das bisher keine Abstimmung im Parlament stattgefunden hat). Viel eher wird durch die Hintertür, zum Beispiel durch das vorgeschlagene Verbot der Aromatisierung, erneut versucht, das Produkt unattraktiv zu machen.  Auch die zahlreichen geplanten Binnenmarktbeschränkungen würden den Handel sehr stark erschweren (übrigens kollidiert dieses Ansinnen mit den Ansichten des JURI-Ausschusses). Insgesamt gibt es zahlreiche Änderungsvorschläge, die uns in der Ansicht bestärken, dass es politischer Wille ist, die E-Zigarette gemäß der für Tabakprodukte konzipierten WHO-Tabakkontrolle vom Markt verschwinden zu lassen.

Auch wir Verbraucher setzen uns sehr für Produktsicherheit und die gefahrlose Nutzung ein. Eine Richtlinie der Tabakkontrolle, die durch die Einverleibung der E-Zigarette zur Suchtkontrollrichtlinie wird, fördert allerdings die Produktsicherheit in keiner Weise.

Ein ums andere Mal: Dampfen hat mit Rauchen so viel zu tun wie ein Saunaaufguss mit einem Zimmerbrand. Es existieren zahlreiche Regelwerke, mit denen man das Dampfen problemlos regulieren kann, so zum Beispiel die Lebensmittelverordnung, die Batterieverordnung und die Mechanismen des industriellen Qualitätsmanagements. Zahlreiche Dampfer und Interessenvertreter des Handels haben Ihnen mittlerweile Studien und Untersuchungen zugesandt. Darunter war sogar ein umfassender Ordner, der über 60 Studien auf 630 Seiten enthält, die für das Produkt sprechen und aufzeigen, dass die Maßnahmen der Tabakkontrolle für ein solch relativ harmloses Produkt völlig überzogen sind. Im Gegenzug könnten Sie behilflich sein, eine maßvolle, proprietäre Regulierung im Sinne des gesunden Menschenverstandes zu erarbeiten.

Wir fordern Sie erneut eindringlich auf: ermöglichen Sie den ehemaligen Rauchern – und auch den „zukünftigen ehemaligen Rauchern - weiterhin ihren im Vergleich zum Tabak wesentlich weniger schädlichen Genuss!

Bedenken Sie, Sie sind gewählte Vertreter des Volkes, dienen Sie bitte dem Volk, und nicht dem Regelwerk!

Wir sprechen nicht nur für uns selbst. In Europa teilen Millionen von E-Dampfern unsern Standpunkt. Sie sollten sich außerdem der Tatsache bewusst sein, dass die E-Dampfer nicht aufhören werden, für Ihre Rechte zu kämpfen, falls erforderlich auch vor Gericht.

Dieser offene Brief wird auch auf unserer Webseite veröffentlicht werden.

Mit freundlichem Gruß

Interessengemeinschaft E-Dampfen
www.IG-ED.org

Anhang: Kurze Auflistung einiger Argumente

  1. Von wievielen „Dampftoten“ haben sie schon gehört?
  2. Die E-Dampfe ist DAS Mittel, um die Anzahl der Todesfälle durch Tabakrauch zu reduzieren. Aber um das zu können, muss sie ohne Einschränkungen frei verfügbar sein. Stichwort: *Harm Reduction*
  3. Die E-Dampfe ist um ein vielfaches weniger gesundheitsgefährlich als die Tabakzigarette.
  4. Es gibt keine Beweise für die Suchterzeugung von Nikotin alleine (= ohne Tabak)
  5. Nikotin in den angewendeten Konzentrationen ist nicht gesundheitsschädlich – wie eine Tasse Kaffee.
  6. Aromen zu verbieten kann noch nicht einmal aus Sicht unserer Gegner Sinn ergeben. Wollen Sie wirklich jeden Dampfer dazu zwingen, selbst Nikotinliquids mit Aromen zu mischen?
  7. Die E-Dampfe schliesst die Brandgefahr durch Einschlafen mit brennender Zigarette aus.
  8. Es gibt keinen Grund, Heranwachsende vor der E-Zigarette zu schützen. Sie werden kaum einen dampfenden Jugendlichen finden – und wenn dieser vorher geraucht hat, ist es auf jeden Fall eine deutliche gesundheitliche Verbesserung.
  9. Die ständig wiederholten Berichte von gefährlichen Substanzen in E-Liquids zeigen nur sehr geringfügige Verunreinigungen wie man sie auch in fast jedem Lebensmittel findet – das ist buchstäblich nichts im Vergleich zu Tabak.logo_online_www_200

2 Gedanken zu „Offener Brief an den ENVI-Ausschuss zur Sitzung am 30.05.2013

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