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DAMPFE WIEDER IN DER APOTHEKE – Es geht von vorne los!

Den folgenden Aufruf veröffentlicht die IG-ED am 17.11.2013 in den großen deutschen Foren und in den sozialen Netzwerken.

 

Liebe Dampferinnen, liebe Dampfer,

entgegen unseren bisherigen Gepflogenheiten möchten wir uns heute mit einer Bitte an Euch wenden. Wie Ihr aus einigen Threads sicherlich mitbekommen habt, versucht Frau Linda McAvan als Verhandlungsführerin des Parlaments, gemeinsam mit dem Rat der EU die von ihr persönlich favorisierte Regelung der Dampfe als Arzneimittel durchzusetzen.

Was können wir alle nun noch dagegen tun?

Wir bitten Euch, Eure Mails an die Parlamentsmitglieder und an andere Politiker aufzufrischen, und an das Verbraucherschutz- und Gesundheitsministerium zu schicken. Der Ministerrat darf nicht den Eindruck bekommen, er könne abseits der öffentlichen Beobachtung den Parlamentsbeschluss umkehren.

Die Ministerien werden uns nur ernst nehmen, wenn die Mails von Bürgern ihres Landes kommen!

Da wir nur bis zum 02.12.2013 Zeit haben, bitten wir Euch, wenn Ihr in anderen Foren der EU angemeldet seid oder jemanden kennt, der dort angemeldet ist, diesen Aufruf zu übersetzen und dort zu posten. Im Ministerrat hat jedes Land eine Stimmgewichtung entsprechend seiner Einwohnerzahl. Es ist also wichtig die bevölkerungsreichsten Länder in unserem Sinne zu beeinflussen.

Selbstverständlich werden wir, die IG-ED e.V. weiterhin alle Ministerien nochmals anschreiben und versuchen, auf allen uns möglichen Wegen den Rat dazu zu bewegen, die Parlamentsmeinung zu respektieren.

Es hat schon einmal funktioniert, also nicht aufgeben sondern weiter kämpfen!

Wir bedanken uns bei Euch im voraus.

Eure IG-ED e.V.

für Deutschland
Mail Bundesministerium für Gesundheit: info@bmg.bund.de
Mail Verbraucherschutzministerium: poststelle@bmelv.bund.de

für Österreich
Gesundheitsministerium: buergerservice@bmg.gv.at

8 Gedanken zu „DAMPFE WIEDER IN DER APOTHEKE – Es geht von vorne los!

  1. Pingback: Ist das noch Demokratie ? | mohren.eu
  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Entscheidung des Europäischen Parlamentes die elektronische Zigarette nicht als Arzneimittel einzustufen begrüße ich als Bürger, der über 20 Jahren von der Tabakzigarette abhängig war.

    Da nun Vertreter Ihrer Behörde im Rat der EU über die Tabakrichtline zu entscheiden haben möchte ich mich an Sie wenden.

    Damit Ihre Behörde mein und sicherlich auch das Problem vieler Anderer ehemaliger Raucher besser einschätzen kann, möchte ich Ihnen meinen Werdegang zum Raucher und davon weg beschreiben:

    Ich bin über 40 Jahre alt und habe mit dem Passivrauchen schon als Kleinkind angefangen. Mein Groß- und Vater rauchten Zigarre, meine Mutter war Kettenraucherin. An die gemeinsamen Fahrten im Auto hatte ich mich irgendwann gewöhnt, auch wenn ich teilweise aufgefordert wurde das Fenster zu schließen, weil es zieht.

    Ich glaube mit 14 oder 15 Jahren habe ich dann selbst angefangen, damit waren meine Eltern nicht einverstanden. Es war also bekannt, dass das Tabakrauchen ungesund ist. Über die Gefahren des Passivrauchens wusste man damals offensichtlich noch nicht so viel oder es wurde durch die Tabaklobby noch erfolgreich in Abrede gestellt.

    Mein Großvater ist 3 Monate nach einem Schlaganfall verstorben. Seine mentalen Funktionen waren komplett abgestorben. Jedoch nahm er in den ersten Wochen jeden Gegenstand, der annähernd einer Zigarrenspitze Nahe kam, in seine Hände, führte sie zum Mund und nuckelte daran. Es war nicht schön einen geliebten Menschen in dieser Verfassung zu sehen. Insbesondere, dass nur noch diese Sucht nach dem Tabakqualm übrig geblieben ist; ansonsten ein dahinvegetierender menschlicher Körper, der nur noch auf den Exitus wartet. Aber nach einigen Wochen war er wohl entwöhnt und reagierte auf keine äußeren Reize mehr.

    Meine Eltern entschieden sich zwei Jahre später gemeinsam mit dem Rauchen aufzuhören. Kurz zuvor ist mein Vater nach 40 Jahren Arbeiter- und Angestelltendasein in den verdienten Rentenstand getreten. Da er auf dem “Bau” als Schachtmeister arbeitete wäre ihm die Entwöhnung im aktiven Berufsleben sicherlich nicht gelungen. Zu dieser Zeit sind doch die Meisten mit einer Kippe oder dem Zigarrenstummel in dieser Berufssparte umhergegangen. Auf dieses Ritual hätte er sicher nicht verzichten können. Die Beiden haben den Ausstieg / die Entwöhnung geschafft.

    Ich habe vor mehr als 20 Jahren bei der Polizei meine Ausbildung begonnen. Zu dieser Zeit durfte man noch in den Streifenwagen rauchen, bei Besprechungen standen die Aschenbecher in den, teilweise klein bemessenen, Räumen und in allen Räumen in der Wache durfte geraucht werden. Die Nichtraucher haben es hingenommen, ich als Raucher fand das damals gut. Zu dieser Zeit wurden Nichtraucher sogar noch diskriminiert, wenn sie sich darüber beschwerten! Heute nennt man so etwas Mobbing. Wie sich die Zeiten ändern. Die Tabaklobby hat es wirklich lange Zeit geschafft für diesen, heute muss ich sagen, unzumutbaren Zustand zu arbeiten.

    Ende der 90er Jahre fing es mit dem Nichtraucherschutz an. Ich kann mich noch erinnern, dass in der FHöV in den Fluren geraucht werden durfte. Auch gab es noch einen Raucher- und Nichtraucherbereich in der Mensa(Der Gestank, den ich damals als Raucher nicht wahrgenommen habe, ist sicherlich auch in den Nichtraucherbereich gezogen).

    Zurück im aktiven Dienst wurde dann auch das Rauchen in den Wachen und in den Streifenwagen verboten. Das war so ab 2001. Wenn man ein eigenes Büro hatte, oder der Kollege nichts dagegen hatte, durfte man auch noch in diesem Rauchen.

    Mittlerweile ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden in NW grundsätzlich(außer der Bürgermeister oder Landrat bestimmt Ausnahmen) verboten. Seit diesem Verbot bin ich regelmäßig mit meiner Zigarette nach Draußen oder in den überdachten Tiefgaragenbereich gegangen. Das Draußen bezog sich aber auch auf den Bereich, wo es keine Außenwirkung für den Bürger hat. Denn rauchende Beamte vor Dienstgebäuden…

    Nach dem Tod meines Vaters wegen Schlaganfall Ende Mai diesen Jahres habe ich mir noch ernsthaftere Gedanken über das Tabakrauchen gemacht. Meine Hausärztin sagte mir, dass es zu diesem Zeitpunkt der akuten Trauer keine sinnvolle Idee ist mit dem Rauchen auf zu hören. Ich habe es trotzdem am Tag der Beerdigung probiert und wurde beinahe Wahnsinnig; noch in der Nacht bin ich zu einer Tankstelle gefahren und habe mir Tabakzigaretten gekauft und natürlich auch geraucht. Ich habe es natürlich nicht geschafft.

    Anfang Juli wurde ich in England in einem E-Zigarettenshop beraten. In NRW sind diese Shops vermutlich aufgrund Maßnahmen von Frau Ministerin Steffens sehr rar gesät.

    Fazit: Ich war von dieser elektrischen Zigarette begeistert. Seit Juli rauche ich keine Tabakzigaretten mehr. Seitdem nehme ich Tabakzigarettenrauch- und auch Raucher als unangenehm wahr. Dieser Geruch ist mir vorher nie aufgefallen; wahrscheinlich habe ich vorher genauso gestunken! Im Aufzug kann ich wahrnehmen, dass gerade ein Kollege “Draußen” rauchen war.

    Ich hoffe es jetzt kurz fassen zu können: Der “Dampf” dieser elektronischen Zigarette hat mich von der Sucht des Tabakrauchs weg gebracht. Seit 15 Wochen nutze ich die elektrische Zigarette. Ich habe mich selbst im Internet über die Gefahren dieses elektrischen Dampfens informiert. In den letzten Wochen ist diese Informationsbeschaffung zu meiner Hauptfeierabendbeschäftigung geworden. Pflanzliches Glycerin mit Propylenglycol (auf einen der Stoffe kann sogar verzichtet werden) und einer, im Promillebereich gelegenen, Nikotinkonzentration mit einem beliebigen Lebensmittelaroma wird normalerweise in einem niedrigen Voltbereich mittels Heizspirale um ein Trägermaterial (Glasfaser, Silikat oder sogar biologischer Baumwolle) verdampft. Die Dämpfe die dabei entstehen sind zu 95-99% weniger gefährlich als die des Tabakrauchs(Abschließende Dauerstudien liegen m.E. noch nicht vor.)

    Bewiesen ist durch diverse Studien, dass die Aufnahme von Nikotin durch das “Dampfen” weniger gefährlich ist als durch das Tabakrauchen. Warum interessiert sich also die Europäische Union für diese Sache? Steuereinnahmen! Fehlende Umsätze bei der Tabak- und Pharmaindustrie. Ich selbst habe auch bereits mit anderen Mitteln versucht von dem Tabakrauch weg zu kommen, es jedoch nicht geschafft.

    Meine Bitte an Ihre Behörde, also der Obersten deutschen Bundesbehörde im Europäischen Rat ist, meine Erfahrungen an Personen weiterzugeben, die in Europa für das Wohl des europäischen Volkes Entscheidungen treffen.

    Ich möchte nicht wieder zurück zur Tabakzigarette greifen müssen, weil der Ministerrat die Entscheidung des Europäischen Parlaments den Parlamentsbeschluss abändert.

  3. Da dies kein offizielles Schreiben an uns ist, können wir es leider nicht veröffentlichen. Bitte schau in den beiden großen Foren, dort ist es im Original und übersetzt zu finden.

  4. Wann werden wir Dampfer in ruhe gelassen? Wir tun ja nimanden was. Es gibt wichtigere Sachen als uns Dampfer zu bedrängen und weg zuregulieren!

  5. wo zum Teufel liegt das Problem ????

    Lasst die Dampfer in Ruhe dampfen. Es gibt wohl grössere Probleme in Europa….hier sollte man sich kümmern, aber die Dampfer belästigen niemanden mit Qualm, sie fühlen sich besser und halten sich an die Regeln….
    Meine Güte – scheinbar ist die Regierung sauer, dass sie keine Tabaksteuer bekommt

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