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Meeting beim Bundesinstitut für Risikobewertung

Auf Anregung des Verbandes deutscher E-Zigarettenhändler (VdeH) fand am 23.Oktober 2012 ein Meeting beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zum Thema E-Zigarette statt. Begleitet wurden Dac Sprengel (Vorsitz VdeH) und Philip Drögemüller (Pressesprecher VdeH) von Dr. med. Giorgio Romagna (Flavourart).
Erfreulicherweise hatte der VdeH der IG-ED angeboten, als Vertreterin der Verbraucherseite teil zu nehmen, sodass Gina Alt (2. Vorsitzende IG-ED) ebenfalls vor Ort sein konnte.

Das BfR war mit fünf leitenden Mitarbeitern der Abteilungen "Sicherheit von verbrauchernahen Produkten" und "Fachgruppe Toxikologie von verbrauchernahen Produkten" vertreten. Auch eine Vertreterin des Verbraucherschutzes saß mit am Tisch.

Ziel des Termins war, nähere Aufklärung darüber zu erlangen, aufgrund welcher (wissenschaftlichen) Begründung das BfR eine grundsätzlich negativ gestimmte Haltung gegenüber der E-Zigarette einnimmt, sowie Informationen auszutauschen.

Zur Sprache kamen unter anderem:

- Gesamtanzahl der Händler in Deutschland, Vorstellung des VdeH und der ihm angeschlossenen Mitgliedern

- Inhaltsstoffe sowie Produktsicherheit der E-Zigarette Bewertung dieser Punkte aus Sicht des VdeH und der Verbraucherseite sowie Bewertung des BfR wissenschaftliche Grundlagen hierzu

- Geschätzte Anzahl der Konsumenten, deren Konsumverhalten und Zusammensetzung, Jugendschutz

- Qualitätskontrollen und Sicherheitsaspekte (Nikotingehalt, „Japan-Studie“)

Es konnten von Händlerseite einige wissenschaftliche Ergänzungen vorgebracht sowie diverse bereits durchgeführte oder geplante Maßnahmen hinsichtlich Produkt- und Qualitätssicherung vorgestellt werden. Die IG-ED konnte die im Sommer diesen Jahres verfertigte Umfrage hinsichtlich Konsumenten/-verhalten überreichen sowie ihre Einschätzung vorbringen.

In einigen strittigen Punkten konnte bei diesem ersten Gespräch leider noch keine Einigung erzielt werden. Dies betraf zum Beispiel die Einstufung unter das Arzneimittelgesetz aus Sicht des Bundesamtes für Verbraucherschutz, möglichen Missbrauch der E-Zigarette durch den Verbraucher, mögliche Geruchsbelästigung, Bewertung der nikotinhaltigen Liquids.
Auch war es noch nicht möglich, definitive Aussagen des BfR zu einer von ihm erwünschten, besseren Produktsicherheit zu erhalten.

In vielen Teilen verlief das Gespräch jedoch durchaus konstruktiv.
So wurde zum Beispiel durch das BfR die mangelnde Aussagekraft der „Japan-Studie“ in Teilen eingeräumt. (Dort wurden Verdampfer weit außerhalb der Spezifikationen – nämlich völlig überhitzt – betrieben, womit der Versuchsaufbau äußerst bemängelnswert war.)
Und obwohl das BfR weiterhin auf eine mögliche Gefährdung Dritter durch E-Zigaretten besteht, war man bereit, die von BfR-Chef Dr. Hensel in einer Pressemeldung geforderte Verbannung der E-Zigarette in Raucherbereiche zu relativieren. Man sei sich durchaus der geringeren Schädlichkeit gegenüber Tabakzigaretten bewusst.
Der VdeH nahm daraufhin seine harschen Reaktionen auf diese Pressemeldung zurück.

Auch wenn in diesem ersten Meeting noch keine allgemein befriedigende Lösung erzielt werden konnte, ist es durchaus positiv zu bewerten.
Es lässt hoffen, dass weiterer konstruktiver sowie fundierter Austausch folgt, an dessen Ende im besten Fall eine positive Lösung für uns Verbraucher steht. Die IG-ED bedankt sich ausdrücklich beim VdeH für diese Möglichkeit mitzuwirken und ist gerne zu weiteren Gesprächen mit allen Beteiligten bereit.

8 Gedanken zu „Meeting beim Bundesinstitut für Risikobewertung

  1. Ich danke allen Beteiligten, voran natürlich dem VdeH und der IG-ED für das Engagement in unserer Sache. Auch wenn das “nur” ein erneuter kleiner Schritt in die richtige Richtung war, läßt das Fazit m.M.n. doch wahrlich auf weitere kleine Etappenerfolge hoffen, um baldmöglichst ein, für alle Seiten vertretbares, Fazit zu erlangen. Herzlichen Dank für euere Arbeit!

  2. Zwischen den Zeilen lese ich, dass das Treffen exat nichts gebracht hat.
    Zumindest von der “möglichen Geruchsbelästigung”, die nicht existiert, hätten die (dampfenden) Teilnehmer, die Führungsriege des BfR – warum war P. L. nicht anwesend – überzeugen können. (Oder waren die Teilnehmer des BfR nicht einmal dazu bereit, sich eine Dampfwolke ins Gesicht blasen zu lassen?)

  3. Der Kampf geht anscheinend offen weiter, wenn man die Ignoranz betrachtet, die einige wenige an den Tag legen. Selbst heute am eigen Leibe erfahren, mussten doch in Dortmund an der Uni sämtlich E-Zigarettenhändler ihre Markenliquids vom Tisch räumen, weil die Reisehandelserlaubnis (der Gewerbeschein für Trödelmarkthändler) für Liquids nicht ausreichend sei. So durfte dann nur noch Hardware und Aromen verkauft werden. Die anwesenden Dampfer (wie auch ich) waren empört, aber es hat in der Situation natürlich keiner die Möglichkeit, was gegen das Ordnungsamt zu unternehmen.

  4. @unluky luke: Unserer Vertretung war das diplomatische Geschick gegeben, eine Gesprächsrunde nicht mit einem Affront zu eröffnen. Das mag der ein oder andere möglicherweise nicht goutieren. Davon ab arbeitet Frau Dr. Pötschke-Langer für das DKFZ, und nicht fürs BfR.

  5. Ich mache gerade ein Studium zum Qualitätsfachmann.

    Ein sehr guter Dozent – der auch Namenhafte Manger schult usw. hat unter anderem mit Abkürzungen im laufe der Vorlesung um sich geworfen.

    Sicherlich über 10 Stk standen an der Tafel.
    AFH, CPK,…

    Gegen Ende beschrieb er einen Vortrag in dem etwas ähnliches geschah.
    An dessen Ende Stand er auf und sagte dem damaligen Vorträger das es eine gänzlich überzeugende neue Anwendung gebe. Eine Methode die vieles löste.

    >>> XMV <<<

    Diese würde tatsächlich schon in einigen Unternehmen sehr erfolgreich angewendet.

    Erstaunt fragte man danach weil sie von dieser noch nie gehört hatten.

    Er erwiederte darauf, es handele sich dabei um:

    Xunder Menschn Verstand. (Xunder ist unser Dialekt.)

    Und das im Marketing sich natürlich ein "X" sich besser mache als ein "G" (Gesunder Menschen Verstand)

    Was soll ich noch sagen….
    Ich wünsche den sogenannten EXPERTEN vom WHO, DKFZ, NFR oder woher auch immer… das sie mal ihren XMV verwenden, den Studien gibt es genug. Auslegen kann man alles auf verschiedene Weise.

    Also meine Herren. Nützen sie ihren XMV um den weiteren Verlauf, auf den sie wesentlichen Einfluss haben in die richtige Richtung zu lenken.

    Mfg
    A.Z.

  6. Dankeschön für die m. E. sinnvoll durchgeführte Aktion. Nach XMV zu urteilen, war zu erwarten, dass auf der Gegenseite XMV nicht vorhanden sein würde. Angesichts dessen ist der Verlauf schon wohl als erfolgreich einzustufen, da niemand geteert und gefedert wurde.

    Weiter so!

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