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Studie hinterlässt Fragezeichen bei Tausenden von erfolgreichen E-Dampfern

Die Betreiber der Seite www.omedica.de bekamen von uns folgende E-Mail, die auch den Seitenbetreibern von www.presseschleuder.com zugesendet wurde:

Sehr geehrte Damen und Herren,
hier entdeckten wir Ihre Meldung zur Aufnahme von Nikotin mittels der E-Zigarette, zu der die IG-ED wie folgt Stellung nimmt:
Zitat:
Beim bisher ungelösten Problem handelt es sich um ein Phänomen, dass das Nikotin einer normalen Tabakzigarette bis tief in Lungen (Alveolarbereich) gelangt – bei einer rauchfreien Zigarette aber spätestens im oberen Bronchialbaum hängenbleibt. Damit dauert die Resorption nicht – wie bei einer Tabakzigarette – nur wenige Sekunden, sondern die 50 - 100-fache Zeit. Im ZNS (Zentrales Nervensystem) von rauchfreien "Rauchern" lassen sich deshalb nach dem Gebrauch einer eCigarette nur homöopathische Nikotinmengen wiederfinden.
Damit dürften Vergiftungen mit Nikotin per E-Zigarette ausgeschlossen sein, prima!
Eine von den beiden Meldungen: Das E-Dampfen läßt praktisch kein Nikotin im Hirn ankommen – oder die Warnung vor der Vergiftungsgefahr
ist also unsinnig.
Nach etwas Quellenrecherche wären Sie sicherlich auf diese Studie gestoßen, die mit den von Ihnen genannten Ergebnissen nicht zu vereinbaren ist:
Die von Etter/Cullen im European Respiratory Journal veröffentlichte Studie Saliva cotinine levels in users of electronic cigarettes kam zum Fazit, dass der Cotinin-Spiegel von E-Dampfern im Vergleich zu Rauchern nahezu gleich und zu anderen Nikotin-abgebenden Systemen höher war.
Die Menge an Nikotin von einer „normalen“ Tabakzigarette wird, wie schon seit 2003 bekannt, leider immer unterschätzt, da das freie Nikotin auf der Schachtel nicht angegeben wird.
Deshalb ist auch ein Vergleich mit einer elektronischen Zigarette, welche hauptsächlich gebundenes Nikotin enthält, nicht angebracht und verleitet natürlich dann zu seltsamen Erklärungen zur Resorption, die physiologisch nicht nachvollziehbar sind.

Hier geht es weiter:
http://www.omedica.de/studienlage.html
Zitat:
Subjektiv gaben die langjährigen Raucher an, dass die eCigarettes das Verlangen nach einer neuen eZigarette bzw. nach einer neuen Dosis Nikotin kaum oder gar nicht reduzierten.

Dem stehen Umfragen unter E-Dampfern gegenüber, die bei einer Beteiligung von etwa 1.000 Personen zu 80 Prozent einen befriedigenden, sofortigen und nachhaltigen Umstieg auf die E-Zigarette angaben.
Quelle: Mehrere Umfragen in den großen Internet-Fachforen, zusammengefasst hier:
https://ig-ed.org/faktensammlung-2/gemeinsamkeiten/

Aber natürlich nehmen die E-Dampfer die Ergebnisse der von Ihnen zitierten Studie wohlwollend zur Kenntnis, denn angenommen, die Werte wurden unter realistischen Bedingungen korrekt ermittelt, ergäben sich daraus für mehrere Millionen erfolgreicher Umsteiger folgende Schlussfolgerungen:

  • Ihre weiter bestehende Abhängigkeit nach Umstieg auf die E-Zigarette bezöge sich ausschließlich auf Verhaltensgewohnheiten, also auf das Hantieren mit dem Gerät, Ziehen, Inhalieren und Ausatmen des Liquidnebels, kurz Dampf genannt. Denn das wäre den Studienergebnissen zufolge die einzig verbleibende Gemeinsamkeit mit den herkömmlichen Tabakzigaretten.
  • Jede Diskussion über die Einordnung des E-Dampfens erübrigte sich: Keine Wirkung, also kein Arzneimittel. Kein Tabak, der verbrannt wird, also kein Tabakprodukt und damit kein Bezug zu Nichtraucherschutzgesetzen.
  • Bliebe nur die Erhaltung des Status Quo als Genussmittel. Oder besser als Spielzeug? Denn mit diesem Studienergebnis bekäme die E-Zigarette einen Status, den man als Raucher-Tamagotchi bezeichnen könnte. Und kleine Elektrospielzeuge sind bekanntlich überall erlaubt.

Übrigens sprechen die Erfahrungen von über 40.000 E-Dampfern eine andere Sprache:
Sie merken sehr genau, wie das Nikotin wirkt und verwenden einige Aufmerksamkeit auf die Wahl der genau passenden Dosierung. Zuwenig Nikotin erzeugt Entzugsstress, und schon ein wenig zuviel an Nikotin wirkt Adrenalin steigernd, was sich in verstärktem Herzschlag, erhöhter Wachheit und beginnender Übelkeit äußert. (Nach einigen Tagen des Ausprobierens findet der E-Dampfer genau die Nikotindosis, die er benötigt.) Diese Symptome verschwinden schon nach 20 bis 30 Minuten wieder, da Nikotin im Organismus sehr schnell und folgenlos abgebaut wird.
Außerdem hat die sogenannte Raumluftstudie ergeben, dass das Nikotin beim E-Dampfen zu etwa 98 Prozent von der Lunge aufgenommen wird und die Raumluft dementsprechend sauber bleibt. Das schützt das Umfeld vor ungewollter und unerwünschter Nikotinaufnahme.
Quellen:
https://ig-ed.org/faktensammlung-2/kaum-nikotinspuren/

Die Aufnahme von Nikotin erfolgt über die Schleimhäute bereits im Mund und weiterhin in den Bronchien. Von dort wird das aufgenommene Nikotin mit dem Blut im Gewebe und im ZNS verteilt - wie schon Schüler im Biologie-Unterricht in der zehnten Klasse lernen.
Die Lungenalveolen sind an der Nikotinresorption also nur am Rande beteiligt.

Aufgrund der angeblichen Ergebnisse der von Ihnen zitierten Studie, die den tatsächlichen Erfahrungen der E-Dampfer und anderen Forschungsergebnissen diametral entgegen stehen, wünschen sich die Konsumenten von Ihnen die umgehende Veröffentlichung der Originalstudie einschließlich der genauen Versuchsbedingungen.

Wir warten gespannt darauf und werden wieder berichten.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre IG-ED

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