Vorurteile + Fakten

 
Das E-Dampfen ist von gesetzlicher Seite nicht reglementiert und dies ist auch nicht erforderlich.
Da nur bekannte und gut erforschte Stoffe verwendet werden, die alle frei verkäuflich sind, ist das logisch und folgerichtig.

Allerdings versuchen in Deutschland vereinzelte Amtsträger das E-Dampfen dem Rauchen gleichzustellen, was dem Bestreben der Konsumenten entgegensteht, mit ihrer wesentlich weniger riskanten Alternative zum Rauchen sich selbst und ihrem nichtrauchenden Umfeld einen Gefallen zu tun.

In Großbritannien läuft zurzeit (Stand Dezember 2011) eine breit angelegte und von staatlicher Seite unterstützte Kampagne für das E-Dampfen an, weil man dort die großen Vorteile erkannt hat und fördern will.

Vorurteile und Fakten

1. Keine Langzeitstudien
In den Medien wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es keine Langzeitstudien zu eventuellen Folgeschäden des E-Dampfens gäbe und es daher nicht als ungefährlich eingestuft werden könne. Das ist richtig, da es das E-Dampfen ja erst seit 2007 in Deutschland gibt, es sich erst seit 2010 in nennenswertem Umfang verbreitet und Langzeitstudien eine Mindestzeit von zehn Jahren sowie mehrere Tausend Studienteilnehmer erfordern. Für die Inhaltsstoffe, die Emissionen und die Kurzzeitauswirkungen gibt es allerdings zahlreiche Studien, die belegen, dass das E-Dampfen gegenüber dem Rauchen wesentlich weniger schädlich ist. Erfahrungsberichte von Hunderten Umsteigern zeigen die positiven Auswirkungen des Umstieges auf das E-Dampfen.

2. TSNA
Das nächste Vorurteil hat das Stichwort TSNA, also tabakspezifische Nitrosamine, die auch in kleinen Mengen Krebs erregen können und die in einigen Liquidproben gefunden wurden. Dabei wird jedoch leider gern verschwiegen, dass

  • diese TSNA auch in den Nikotinpräparaten enthalten sind, die in den Apotheken verkauft werden
  • die FDA, die 2009 entsprechende Liquiduntersuchungen veranlasste, TSNA in so geringen Mengen und nur in einem kleinen Teil der untersuchten Liquidproben fand, dass bis heute keine konkreten Zahlen beziehungsweise Mengenangaben dazu veröffentlicht wurden
  • der FDA das Recht aberkannt wurde, über die Zulassung der E-Zigarette zu entscheiden
  • eine aktuelle Laboruntersuchung eines Tabakliquids mit der Nikotinstärke High, also 18 Milligramm, keine Spuren von Nitrosaminen enthielt (Stand Dezember 2011)
  • TSNA in der Tabakpflanze sowie auch in zahlreichen anderen Naturprodukten natürlich vorkommen

 3. E-Dampfen verführt Jugendliche?
Eine weitere gern und oft von einer engagierten Wissenschaftlerin und Rauch- und Tabakgegnerin ausgesprochene Warnung betrifft die Gefahr, dass das E-Dampfen Jugendliche zum Einstieg ins Rauchen verführen könnte. Abgesehen davon, dass bis heute kein einziger entsprechender Fall dokumentiert wurde, sprechen unzählige Umsteiger (auch sehr junge in der Altersklasse 18 bis 25 Jahre) davon, dass es ihnen schon nach relativ kurzer E-Dampfzeit unmöglich war, zur Zigarette zurückzukehren, weil die Geschmacksnerven sich erholt hatten und der Rauch als stinkend und brennend erlebt wurde.

4. Das „gefährliche“ Nikotin
Der Gebrauch von Nikotin in den Elektro-Zigaretten wird gern verteufelt. Fakt ist allerdings, dass es bisher kaum Studien über die Wirkung von gebundenem Nikotin allein gibt, dagegen unzählige Forschungsergebnisse für Nikotin, das mit dem Tabak verbrannt wird.
Belegt ist, dass das freie Nikotin im Tabak, das in Kombination mit mehreren Tausend Begleitstoffen verbrannt wird, einen wesentlich höheren Suchtgrad erzeugt als das gebundene Nikotin, das im Verdampfer nur erwärmt, aber nicht verbrannt wird. In der beim E-Dampfen verbrauchsüblichen Dosis und Auswirkung dürfte es, so die Einschätzung von erfahrenen Nutzern und einigen Ärzten und Forschern, eine Wirkung haben, die mit dem anderen Alkaloid vergleichbar ist, das wir gesellschaftsüblich aus Genuss- und Lifestylegründen zu uns nehmen: Dem Koffein.
Natürlich ist das Nikotin in konzentrierter Form ein Gift, daher müssen alle Gegenstände, die mit dem Liquid in Berührung kommen, garantiert sicher aufbewahrt werden, damit Kinder und Haustiere nicht damit in Kontakt kommen können – genau so, wie es auch für Zigaretten und andere Tabakprodukte gilt.

Gesundheit
Das E-Dampfen „gesund“ zu nennen, ist nicht korrekt, denn nur frische reine Luft ist für die Lungen wirklich gesund. Aussagen über den Wert des E-Dampfens können also nur im Vergleich zum Konsum von Tabakrauch gemacht werden, wobei beim E-Dampfen eindeutig von einer weniger riskanten Auswirkung ausgegangen werden kann. Allerdings kann es in Einzelfällen vorkommen, dass eine Allergie gegen einen Inhaltsstoff vorliegt, der dann natürlich gemieden werden sollte. Da die Trägerstoffe leicht hygroskopisch wirken, kann es zu leichter Trockenheit in Mund und Hals kommen, wogegen viel Trinken hilft. Die bisherigen weitreichenden Erfahrungen zeigen, dass die verkaufsüblichen Liquids, von vereinzelten Chargen abgesehen, sicher sind. Wenige Erfahrungen liegen bisher vor für selbst gemischte Liquids. Da das Risiko der Überdosierung mit Aromastoffen besteht, raten wir hier zu erhöhter Vorsicht und ganz davon ab bei nicht ausreichender Erfahrung im Laborbereich und dem Hantieren mit Mengen im Mikrogramm-Bereich.